Veranstaltungsarchiv
Gedenk- und Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus, 20.-27. Jänner 2012.
- ONLINE DEMO: Wir sind gegen Nazis! Gemeinsam ein Zeichen setzen!
20.-27. Jänner
GPA-djp Jugend
Nutzen wir neben der Straße doch auch das Web 2.0 und zeigen wir der breiten Öffentlichkeit, dass wir uns stark machen gegen Nazis und dass wir nicht schweigend hinnehmen, wenn offene Faschisten aus ganz Europa, gerade am internationalen Holocaust Gedenktag, ihren Ball in der Hofburg feiern. Wehren wir uns doch auch auf Facebook unter dem Motto „Diese Person ist für Menschlichkeit und Demokratie! Diese Person macht sich stark gegen Nazis“ gemeinsam gegen diesen Schlag ins Gesicht. Wie auch du das machen kannst findest du hier:
- Buchbesprechung: “Was ein rechter Mann ist …”. Männlichkeiten im
Rechtsextremismus
Mit dem Mitherausgeber Ives Müller
19. Jänner 20:00
Neues Institutsgebäude, Universitätsstraße 7, Hörsaal III
ÖH Referat für feministische Politik und Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik
Rechtsextreme Kameradschaften gelten als Männerbünde schlechthin; das öffentliche Bild und der mediale Blick auf rechtsextreme Aktivitäten sind vom Stereotyp der männlichen Schläger bestimmt; laut polizeilicher Statistiken werden Gewalttaten zu großen Teilen von Männern begangen. Die männliche Dominanz im Rechtsextremismus wird selten reflektiert. Der Referent will diese Leerstellen füllen und die Verknüpfung von Rechtsextremismus und Männlichkeit näher beleuchten. Im Rahmen der Veranstaltung stellt er den Sammelband “Was ein rechter Mann ist…” zur Diskussion. - FRAUEN*BRUNCH
20. Jänner 11:30
UFO, Berggasse 5/24
ÖH Referat für feministische Politik und Referat für Menschenrechte und Gesellschaftspolitik
Bei diesem Brunch stehen Dokus zur Auswahl, die Fragen nachgehen wie sich bspw. schwule Nazis in ihren “eigenen Reihen” verorten oder welche Rollen Frauen in der extremen Rechten einnehmen. Im UniFrauenOrt, mit lecker Buffet, Kaffee und Kuchen.
FrauenMädchenLesbenTrans Only! - Lesung: Geheime Reichssache! “… im Zuge dieser Endlösung der europäischen Judenfrage kommen rund 11
Millionen Juden in Betracht…”
20. Jänner 17:30
Neues Institutsgebäude, Universitätsstraße 7, Hörsaal III
Grüner ParlamentsklubAm
20. Jänner 1942 trafen sich 15 hochrangige Vertreter des NS-Regimes in einer Villa am Wannsee bei Berlin, um den industriellen Massenmord an JüdInnen zu organisieren und die Zusammenarbeit aller Dienststellen bei der Durchführung der Shoah sicherzustellen. Das Treffen fand in einer „Arbeitsatmosphäre“ statt: Moralische Fragen mussten nicht diskutiert werden. Gesprächsgegenstand bildeten nur technische, institutionelle und administrative Fragen.
Die technische und administrative Arbeit der 15 Herrn konnte auf zahlreichen Vorläufern aufbauen u.a. auf dem Antisemitismus der deutschnationalen Burschenschaften, die bereits 1896 in ihren Waidhofener Beschlüssen erklärt hatten, dass „jeder Sohn einer jüdischen Mutter, jeder Mensch, in dessen Adern jüdisches Blut rollt, … von Geburt aus ehrlos, jeder feineren Regung bar“ sei.
Aus dem Protokoll und den Originaldokumenten lesen:
Andrea Eckert, Michael Maertens und Erwin Steinhauer - „WTF!?Ball”
20. Jänner 20:00
Badeschiff am Donaukanal
backlab, ÖH Bundesvertretung, ÖH Wien
Nähere Infos unter: http://backlab.at/2011/12/30/wtf-ball-2012/ - Workshop: “Gib rassistischen Übergriffen und Diskriminierung keine
Chance”
21. Jänner 15:00-20:00
Wien
Verein Fibel
Dieser Antidiskriminierungs-Workshop soll die Teilnehmerinnen dazu ermutigen, selbst erlebte oder beobachtete Diskriminierungssituationen zu reflektieren und Strategien zur Abwehr rassistisch motivierter Übergriffe zu entwickeln. In seiner inhaltlichen und methodischen Gestaltung orientiert sich dieser Workshop an Diskriminierungserfahrungen, mit denen Frauen unserer Zielgruppe besonders häufig konfrontiert werden.
Nähere Infos und Anmeldung unter www.verein-fibel.at - Vorträge mit Liedern zum Thema Verfolgung und Widerstand
Von Peter Grusch
22. Jänner 9:00
Grünes Lokal, Hannovergasse 13
Es gibt die Gelegenheit alle fünf oder auch einzelne dieser Vorträge zu hören: - Führung jüdischer Friedhof Währing
22. Jänner 10:00
Schrottenbachgasse 1
IKG, Grüne Wien
- Führung jüdischer Friedhof Währing
22. Jänner 14:00
Schrottenbachgasse 1
IKG, Grüne Wien
- Stadtspaziergang: Salzburg unter dem Hakenkreuz
23. Jänner
Treffpunkt: Haupteingang vor der GKK, Engelbert-Weiß-Weg 10, 5020 Salzburg
ÖH Salzburg, Salzburger FreiheitskämpferInnen
Der Rundgang (Dauer ca. 2 Stunden) führt vom Bahnhof (Antifaschistisches Mahnmal) über den Mirabellgarten (Mahnmal für Euthanasie-Opfer) bis zur Salzburger Altstadt (Hauptquartiere des SS-Oberabschnitts Alpenland und der GESTAPO) und beinhaltet insgesamt zwölf Stationen.
- ZARA:Talk “Rechtsextremismus, Populismus, Rassismus”
23. Jänner 19:00
Wiener Hauptbücherei
Podium: Corinna Milborn, stellvertretende Chefredakteurin von News, Karl Öllinger, Plattform „stoppt die rechten“, Nationalratsabgeordneter, Die Grünen, Reinhold Gärtner, Universität Innsbruck Moderation: Funda SelBeim ZARA:Talk am 23. Jänner – übrigens dem 19. Jahrestag des Lichtermeers – diskutieren ExpertInnen aus Medien, Politik und Wissenschaft, wie die Duldung der Rechten in Österreich rassistische Denk- und Handlungsweisen legitimiert und erörtern, wie Rechtsextremismus, Populismus und Rassismus ineinandergreifen, sich gegenseitig verstärken und dadurch untrennbar sind - Umgehen mit Stammtischparolen
24. Jänner 13:00
Praterstrasse 25 (Bildungszentrum der SPÖ Wien)
SPÖ Wien, Initiative “Gastfreundschaft hat viele Gesichter” in Kooperation mit der Asylkoordination Seminare für WirtInnen und KellnerInnen
- Antifaschistischer Spaziergang „Wege der Freiheit“
24. Jänner 15:00
Die Grünen und Die Grünen Wien
- Buchpräsentation: “Europa und der 11. September 2001″
24. Jänner 18:00
Universität Salzburg, Rudolfskai 42, Hörsaal 380
Diskussion mit den Herausgeberinnen Margit Reiter und Helga Embacher, sowie den Mitautoren Christian Muckenhumer, Wolfgang Aschauer und Reinhard Heinisch. Moderation: Albert Lichtblau. - Buchpräsentation: “Extreme Rechte in Europa”
Mit dem Autor Heribert Schiedel (DÖW)
24. Jänner 19:00
Hietzinger Kai 7-9, 1130
SJ
- Straßenaktion: “Kein Fußbreit dem Faschismus”
25. Jänner 10:00
Heldenplatz
SPÖ Frauen, SJÖ, VSStÖ, JG, FSG Jugend, SOHO und AKS - Antifaschistischer Rundgang – Frauen im Widerstand
25. Jänner 17:30 (pünktlich)
Treffpunkt: Altes AKH – Eingang Alserstrasse/Spitalgasse – Universitätscampus Hof 1, 1090 Wien
AK Gedenkrundgang, Bibliothek von unten und Rosa Antifa Wien
Lange wurde das aktive Handeln von Frauen im Nationalsozialismus, vor allem ihr Handeln als Täterinnen auf Seiten der “Volksgemeinschaft”, nicht wahrgenomen. Aber auch ihre vielfältigen Aktivitäten im Widerstand werden – an manchen Stellen bis heute – kleingeredet oder gering geschätzt. Ihre Taten wurden nicht selten als “Hilfsdienste” für den “eigentlichen” politischen Kampf abgetan, selbst in jenen politischen Gruppen, die nach 1945 in Österreich Anerkennung fanden, was ohnehin schon nur einen kleinen und verzerrten Ausschnitt widerständigen Handelns darstellt.
Ein Rundgang durch Wien (Dauer ca. 1 1/2-2 Stunden) soll die Gelegenheit bieten, vergessene Geschichten aufzuspüren, widerständige Frauen zu Wort kommen zu lassen und deutlich zu machen, welche wichtige Rolle Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime gespielt haben.
Anschließend Filmabend im que[e]r
- Diskussionsveranstaltung: Neonazis in Deutschland
25. Jänner 18:30
Johann-Böhm-Platz 1
ÖGB, MKÖ
Folgende Fragen werden im Fokus stehen: Warum konnten einige RechtsextremistInnen jahrelang unbehelligt und unter den Augen des Verfassungsschutzes agieren? Wer sind die RechtsextremistInnen/Neonazis in Deutschland? Wie sind die Neonazis in Deutschland organisiert? Wie rekrutieren sie ihren Nachwuchs? Wie werden sie von der Bevölkerung wahrgenommen? Wie kann man sinnvoll gegen die Rechstextremen und Neonazis aktiv werden?
- Vortrag: Erinnern für die Zukunft
Von Dr.in Heidemarie Uhl
25. Jänner 18:30
Eisenstadt, Rotes Haus, Permayerstraße 2
FreiheitskämpferInnen und aktive AntifaschistInnen Burgenland, Renner Institut, SJ und SPÖ Burgenland
Wie das Gedächtnis an die Verbrechen des Nationalsozialismus/Faschismus weiter gegeben werden soll, wird im Vortrag besprochen.
- Filmbesprechung: “Die letzte Etappe”
25. Jänner 19:00
Margaretenstraße 166
Verein GEDENKDIENST
Wanda Jakubowskas 1948 erschienener Film “Die letzte Etappe” ist der erste Spielfilm, der sich mit den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern auseinandersetzte. Jakubowska, die selbst Birkenau-Überlebende war, hat zusammen mit anderen Häftlingen noch während ihrer Zeit in Auschwitz an dem Drehbuch gearbeitet. - Podiumsdiskussion: “Typisch Österreichisch!? Rechte schwingen das Tanzbein am UN-Gedenktag des
Holocaust”
25. Jänner 19:30
Josefsplatz 1, Österreichische Nationalbibliothek, Camineum - Umgehen mit Stammtischparolen
26. Jänner 13:00
Praterstrasse 25 (Bildungszentrum der SPÖ Wien)
SPÖ Wien, Initiative “Gastfreundschaft hat viele Gesichter” in Kooperation mit der Asylkoordination Seminare für WirtInnen und KellnerInnen
- Burschenschaft-Safari
26. Jänner 17:00
Roter Bogen, Lerchenfelder Gürtel 36, 1070
SJ
Die Sozialistische Jugend lädt zu einer “Safari” der anderen Art. Nach einem kurzen einleitenden Referat zum Thema “Burschenschaften und andere völkische Verbindungen” führt der Weg direkt durch die Wiener Innenstadt, in der sich die unzähligen “Buden” von Burschenschaften befinden. Auf dem Weg und direkt vor den “Buden” wird genauestens erklärt, was die jeweiligen Verbindungen voneinander unterscheidet, zu welchen Veranstaltungen sie aufrufen, was für Kontakte sie pflegen, welche Gesinnung sie verfolgen, und vieles mehr.
- Diskussionsveranstaltung: WKR Ball 2012 – lauter Widerstand, stille
Republik und rechte Umtriebe
26. Jänner 19:00
Rockhgasse 1
Republikanischer Club – Neues Österreich
Am Podium sitzen Alexander Pollak (Sprecher von SOS Mitmensch) und Thomas Wallerberger (Republikanischer Club) - Podiumsdiskussion: Rechtsextremismus in Österreich
26. Jänner 19:00
Universität Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 1, Bibliothek UNIPARK Nonntal, Salzburg
Es diskutieren unter der Moderation von Dr. Ewald Hiebl (Historiker, Universität Salzburg): Nr.Abg. Karl Öllinger (www.stopptdierechten.at) Prof. Helga Embacher (Zeithistorikerin, Expertin für Antisemitismus, Universität Salzburg) Marko Feingold (Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg)
- Gedenkveranstaltung Befreiung KZ Auschwitz-Birkenau
27. Jänner 10:00
Heldenplatz, Burgtor
Moderiert von Katharina Stemberger mit Ariel Muzicant, Rudolf Gelbard, Michael Bünker, Dwora Stein, Janine Wulz, Adalbert Wagner, Eva Glawischnig-Piescek, Gabriele Heinisch-Hosek, dem jüdischen Chor und dem Chor der slowenischen StudentInnen - Bus von Salzburg nach Wien zur Kundgebung
27. Jänner 12:00
Busterminal Paris-Lodron-Straße
Zusteigmöglichkeiten in Wels und Linz
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- Kundgebung gegen Rechtsextremismus und WKR-BAll!
27. Jänner 18:30
Heldenplatz
Mit Clara Luzia, Christoph & Lollo, Kommando Elefant, Maur due & Lichter sowie zahlreichen Redebeiträgen - Filmmatinee: “Kinder der Täter. Kinder der Opfer. Wie erinnern sich
Nachfolgegenerationen?”
28. Jänner 11:00
Praterstraße 25
Sozialistische Jugend, SPÖ Wiener Bildung, Junge Generation in der SPÖ Wien
Einleitende Worte kommen vom Bildungssekretär der SPÖ Wien, Mag. Marcus Schober, der die historische Dimension des Bildungszentrums in Erinnerung rufen wird. Danach wird der Film “Ventzki – Kinder der Täter, Kinder der Opfer” von Piotr Szalsza gezeigt.
Spanischer Bürgerkrieg (9 Uhr)Musik aus Konzentrationslagern (11 Uhr)
Vom Novemberpogrom zur Shoa (13 Uhr)
Musik aus Frauenkonzentrationslagern (15 Uhr)
Lieder des europäischen Widerstands gegen den Faschismus (17 Uhr)
Eintritt frei (Spendenglas existiert)
Trinken: Vorhanden (gegen Spende) Essen: Bitte mitnehmen oder in den Pausen besorgen
Gemeinsam mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek wird ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt.
Es diskutieren unter der Moderation von Susanne Scholl: Judith Götz (Politikwissenschafterin), Nina Horaczek (Buchautorin, FALTER-Journalistin), Karin Liebhart (Politikwissenschafterin) und Magdalena Marsovszky (Kulturwissenschafterin aus Ungarn)